Dual Use
Empfehlungen

für den Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung in Erarbeitung

25.03.2019

Dual Use Empfehlungen für den Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung in Erarbeitung

Die Dual Use Empfehlungen sollen Forschenden, Forschungseinrichtungen und Förderinstitutionen eine Orientierung für den verantwortungsvollen Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung geben. Iris Eisenberger, Professorin für Rechtswissenschaften an der Universität für Bodenkultur (BOKU), wurde von der ÖAWI beauftragt, eine Dual Use Empfehlung in Anlehnung an jene der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Leopoldina zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung, Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung auszuarbeiten.

 

Gegenstand dieser Empfehlungen ist primär jene Forschung, die ein Sicherheitsrisiko für Mensch, Gesellschaft, Tier und Natur darstellt und potentiell von Dritten missbraucht werden kann.

 

Ein erster Entwurf der Dual Use Empfehlungen wurde bereits erstellt und von Iris Eisenberger am 29. November 2018 bei der Generalversammlung vorgestellt. Es wurde vereinbart, dass gemeinsam mit VertreterInnen von Mitgliedsorganisationen im Rahmen von Workshops an der Konkretisierung der Empfehlung gearbeitet wird.

 

Der erste Workshop fand am 20. März 2019 mit ca. 15 Personen statt. Ziel war es, den Entwurf im Detail zu betrachten und die Thematik konstruktiv im Plenum zu diskutieren, wobei die Frage nach einer geeigneten Definition der Begrifflichkeiten – u.a. auch der Verwendung des Begriffs „Dual Use“ selbst – im Fokus stand. Zudem wurde von mehreren WorkshopteilnehmerInnen explizit betont, dass das Dokument eine Handlungsempfehlung sein soll, die insbesondere der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung (auch für die Komplexität des Themas) dient und sich vor allem an die öffentlich finanzierte Forschung und Forschungsinstitutionen richtet.

 

Nach der Fertigstellung werden die Empfehlungen allen Mitgliedern zur Verfügung stehen sowie auf der ÖAWI-Website veröffentlicht.

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